Laktoseintoleranz

Grundsätzliches

Laktoseintoleranz ist eine Milchzuckerunverträglichkeit, bedingt durch den Mangel des Enzyms Laktase im Verdauungstrakt. etwa 15-20% der Bevölkerung in Deutschland ist von ihr betroffen. Das Beschwerdebild kann diffus sein und vielfach unterschiedlich ausfallen. die häufigsten Beschwerden umfassen Bauchschmerzen, Übelkeit, Hautprobleme, Blähungen und Krämpfe. Außerdem können noch Müdigkeit und Abgeschlagenheit auftreten.

In diesem Artikel erfahren sie warum Laktoseintoleranz bei Kindern nicht bedeutet, dass sie auf die vorteile von Milchprodukten gänzlichen verzichten müssen. außerdem was Sie im Einzelfall am Besten tun, wenn sie den Verdacht haben ihr Kind könnte an einer Laktoseintoleranz leiden.

Gründe für die Laktoseintoleranz

Gründe sind vielfältig. einerseits kann diese häufige Lebensmittelunverträglichkeit angeboren sein.  Besonders in südlichen Regionen und außerhalb Europas ist sie sogar eher die Norm. In Asien beispielsweise sind es mancherorts bis zu 100 Prozent der Bevölkerung. Dieser Umstand schlägt sich auch häufig in der traditionellen Küche betroffener Regionen nieder, wo üblicherweise wenig bis gar keine Milcherzeugnisse Anwendung finden. Auch kann die Laktoseintoleranz eine folge von Darmerkrankungen oder ein Nebenprodukt von Zölikalie sein.

Erster Hinweis auf Laktoseintoleranz im Kindesalter ist häufig das eher unspezifische Symptom Bauchschmerz. Sollte ein Kinder häufig über diesen klagen ist eine der häufigsten Ursachen, neben psychosomatischen Gründen, eine Milchzuckerunverträglichkeit. Einen ersten Aufschluss bzgl. Häufigkeit, zeitlicher Abstände und Schwere der Symptome und den möglichen Zusammenhang zum Essen ist ein Ernährungstagebuch. Ein solches wird üblicherweise eine Woche geführt. Eingetragen werden nicht nur alle gegessenen speisen, sondern auch alle Beschwerden und relevanten Symptome. so kann zeitlich eingegrenzt und erste Folgerungen gezogen werden. (Hier ist Vorsicht geboten: In vielen Fertigprodukten von denen Laien es im ersten Moment nicht denken würden, ist Milchzucker enthalten.)

Die sichere Diagnose kommt vom Arzt

Bei Laktoseintoleranz im Kindesalter ist die sicherste Diagnosemethode der Atemtest beim Arzt. Die Luft, die das Kind ausatmet wird dabei auf Wasserstoffmoleküle (H2) untersucht. Diese werden im Laufe des Verdauungsprozesses bei Laktasemangel freigesetzt und gelangen über die Darmwand in das Blut und zur Lunge woraufhin sie schließlich ausgeatmet werden, wo sie sich gut nachweisen lassen.

Checkliste für die Umstellung

  • Benachrichtigen sie Schule, Erzieher, Freunde und Familie um im Voraus Enttäuschungen vorzubeugen
  • Im Falle von längeren Besuchen, geben sie leckere Alternativen zum Mitnehmen in den Rucksack
  • Ersetzen Sie Fertiggerichte mit leichten selbst-gekochten Alternativen, da sich Milchzucker in den meisten Convenience-Foods finden lässt.
  • Steigen Sie um auf laktosefreie Milchprodukte: Auf Milcherzeugnisse verzichten sollte das Kind auf keinen Fall, da der Bedarf an vielen  Nährstoffen der Milch im Kindesalter erhöht ist. Nutzen sie laktosefreie Alternativen. Diese sind erschwinglich und bieten alle Vorteile, die herkömmliche Milcherzeugnisse auch haben.
  • Sorgen Sie stets für griffbereite laktosefreie Snacks, wie Obst und Gemüse. Das wichtigste dabei ist, wie es dem Kind schmeckt, da es nicht das Gefühl bekommen sollte es müsse Verzicht üben. Orientieren sie sich danach!